24th annual

New Directions Cello Festival

Hochschule für Musik und Tanz Köln // WDR Funkhaus Köln (Cologne), Germany July 13-15, 2018

Exploring the current state of non-classical cello music.

Featuring:

Ernst Reijseger Trio (NL/Senegal), Martín Meléndez & AupaQuartet (ES/Cuba), Rushad Eggleston (US), Vincent Ségal & Ballaké Sissoko (FR/Mali), Susanne Paul & Etta Scollo (DE/IT), Hannah Miller & Moulettes-Detours (GB)

Gebühren & Anmeldung | Workshops, Cello Big Band, Ausstellung | Unsere Partner 


Seit 1995 haben wir jährliche New Directions Cello Festivals in New York, Massachusetts, Connecticut, Wisconsin und Kalifornien veranstaltet. Dieses Festival ist das erste außerhalb der USA. Wir haben einige der beeindruckendsten nicht-klassischen Cellisten unserer Zeit mit ihren Ensembles als Guest Artists eingeladen und hoffen, dass Ihr dabei seid, um großartige Konzerte, Workshops, Jam Sessions und natürlich die Ausstellung und die Festival Cello Big Band mit uns zu erleben. Wir sind dankbar für die enorme Unterstützung durch unsere Partner und Förderer, die dies alles ermöglichen!

Unsere Guest Artists spielen Konzerte an diesen Abenden:

Freitag: Vincent Ségal & Ballaké Sissoko, AupaQuartet and Reijseger Fraanje Sylla.

Samstag: Susanne Paul & Etta Scollo, Rushad Eggleston and Moulettes – Detours

ABOUT THE GUEST ARTISTS:

New Directions Cello

Chris White, Director
Gunther Tiedemann, Co-Director for the 2018 festival
Sera Smolen, Assistant Director
Corbin Keep, Assistant Director
info@newdirectionscello.org

Vincent Ségal

ist einer der vielseitigsten Cellisten, die wir beim NDCF bislang hören konnten und zuhause in den unterschiedlichsten Stilen: Metal-Cello mit Digeridoo? Im Angebot. Abrocken zu Rock-Klassikern mit afrikanischem Drummer und ringmoduliertem E-Cello? Jawoll. Selbstentwickelte Spieltechniken auf dem akustischen Cello? Ebenso.

Vincent begibt sich gerne in die unterschiedlichsten musikalischen Kontexte und arbeitete u.a. mit Sting, Chilly Gonzales, Steve Nieve, Elvis Costello, Cesaria Evora, Blackalicious, Carlinhos Brown and Franck Monnet. Zum NDCF bringt er Koraspieler Ballaké Sissoko mit, mit dem er seit 2009 zusammenarbeitet. “Two souls, united by a sense of freedom and momentum that seem to melt and find echoes of Manding, Baroque, Brazilian and Gypsy in each other.”

https://www.facebook.com/VincentSegal.officiel/

Martín Meléndez

wurde als Sohn kubanischer Eltern in Moskau geboren und begann seine Celloausbildung im Alter von 7 Jahren an renommierten Institutionen in Havana. Schon früh griff er Einflüsse aus Jazz, kubanischer und afro-kubanischer Musik auf.

2006 zog er nach Barcelona, wo er Flamenco, Free Jazz und Musik des Mittleren Ostens entdeckte und in sein reiches musikalisches Vokabular integrierte. Dies führte zu vielen interdisziplinären Projekten aus den Bereichen Film, Tanz, Theater und Lyrik. Er ist Gründungsmitglied des aupaQUARTET, das – egal ob im Jazz Club oder in Konzerthallen – seit acht Jahren enorme Energie und Spielfreude auf die Bühne bringt. http://aupaquartet.com/

Meléndez ist auf über 40 Alben zu hören und arbeitete mit Künstlern wie Pablo Milanés, Chano Dominguez, Interactive, Darol Anger, Yusa, Descemer Bueno, Antonio Rey, Kinan Azmeh, Alasdair Fraser, Rony Barak, Pasion Vega, Dave Samuells. Zu seinen jüngsten Projekten gehören The Dreams of Ravel (Jazz), Elephant Tiny Obsession (African Jazz) and Caguama Trio (Jazz).

Ernst Reijseger

ist ein Phänomen in der modernen Cellowelt und hat als Pionier für das Cello im stilistischen und spieltechnischen Bereich Grenzen gesprengt und Erwartungshaltungen aufgebrochen.

Zu seinem vielseitigen Schaffen gehören Kompositionen für das Barockensemble Forma Antiqua, das Dutch Wind Ensemble und das Ensemble Modern sowie Filmmusiken für Werner Herzog (The White Diamond; Cave of Forgotten Dreams) und Alex & Andrew Smith (Walking Out). Unter seinen CD-Produktionen finden sich drei hochgelobte Soloalben (Colla Parte, 1997; Tell Me Everything, 2008 and Crystal Palace, 2014). Mit seiner außergewöhnlichen Bühnenausstrahlung schafft er beeindruckende Momente und Verbindungen zu seinem Publikum.

Das Trio  Reijseger Fraanje Sylla ist dort zu finden, wo sich eine breite Palette musikalischer Stile mit einer vergleichbar großen Palette tief empfundener Emotionen paart und Jazz, freie Improvisation, zeitgenössische Musik, Blues und Afrikanische Musik mit müheloser Leichtigkeit fusionieren. Mit Klavier, Cello, M’bira, Xalam und Gesang in Mola Syllas Muttersprache Woloff rührt das Trio sein Publikum regelmäßig zu Tränen. http://ernstreijseger.com/

Susanne Paul

Die Jazz- und Weltmusikcellistin wuchs in einer deutsch-mexikanischen Familie in Kalifornien auf. Auf ihrem fünfsaitigen Cello hat sie einen eigenen, farbigen Spielstil entwickelt, der Groove, Improvisation und innovative Spieltechniken verbindet. Ihre musikalische Schwerpunkte sind Jazz, brasilianische Musik, Flamenco, Tango, Funk, Barock, italienische Volksmusik und Punk. Am Cello und in ihren Kompositionen verwebt sie diese Einflüsse zu einem eigenständigen Stil.

Sie ist Bandleaderin des MOVE String Quartet, und tritt regelmäßig mit Uwe Kropinski, Etta Scollo, und dem Julia Hülsmann Oktett auf. Darüber hinaus hat sie u.a. mit Michel Godard, Arkady Shilkloper, String Thing und Georg Breinschmid zusammengearbeitet, und bereits zahlreiche CDs veröffentlicht.

Konzerte beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, Bregenzer Festspiele, Schwetzinger Festspiele, Milanesiana Milano, Mawazine Festival Rabat, Masala-Worldbeat-Festival Hannover, Kultursommer Oldenburg, FolkBaltica, Donaueschinger Tage für Neue Musik, Jazzfestival Göttingen, uvm.

Sie unterrichtet auch Jazz, Improvisation & Tango für Streicher (u.a. seit 2012 an der Bruckner-Uni Linz) und hat Musik und Lehrmaterial zum Thema veröffentlicht (z.B. „Groovy Strings“ bei Breitkopf & Härtel, „Die Groovestrich-Schule“ bei Ponticello Edition).

Zum Festival bringt Susanne Paul die sizilianische Sängerin Etta Scollo mit. Ihr Duo “Scollo con Cello” begibt sich auf musikalische Ausflüge zwischen sizilianischer Folklore, arabischer Poesie, Jazz und Canzone.  http://www.groovecello.de/

Rushad Eggleston

gibt bereitwillig über sich Auskunft – daher wissen wir, dass wir einen Jazz-Kazooisten, Spezialisten für harmoogische Zarf-Wiesel und celloförmigen Raumkapitän vor uns haben (um nur einige Aspekte seiner Persönlichkeit zu beleuchten).

Als Erfinder der Sprache “Sneth” würde er selbst sagen: “Binsnithio blynnegax thuberon…manskiolotas fwyoblanginate trummux, insnarthio vuulu-évitch m’skolkiagandros dwezzomine”, was man in etwa so übersetzen kann: “gransurisiness volointinusuras brindzle.”

Besucher werden seine Konzerte und Workshops als bessere Menschen verlassen – oder zumindest als andere… https://rushad.bandcamp.com/  https://www.facebook.com/rushad.eggleston

Hannah Miller

kommt aus einer Musikerfamilie – mit ihrer Mutter als klassischer Musiklehrerin und ihrem Vater als Folk-Musiker und Geigenbauer sowie musikalisch aktiven Geschwistern. In diesem Umfeld war sie von einer solchen Vielfalt an Musik umgeben, dass sie mit vier Jahren das Cello in die Hand nahm (ihren drei Lehrer*innen ist sie für ihren intuitiven Zugang nach wie vor dankbar) und auch früh ihre eigene Musik schrieb – beeinflusst von  Björk, P.J. Harvey, Frank Zappa, Ella Fitzgerald, Rachmaninoff, Shostakovich, Holst oder Bartók. Seit 2002 ist sie die treibende Kraft ihrer Band Moulettes, für die sie die meisten Songs geschrieben und mit der sie vier Studioalben co-produziert hat. Streicher-Arrangements schrieb sie für The Levellers (Abbey Road Album), Hull City of Culture 2017, Arthur Brown, T. S. Idiot, Alabaster DePlume und Kristin McClement.

Für das NDCF haben Hannah Miller und die Moulette-Gitarristin Raevennan Husbandes ein Projekt mit zwei Musiker aus dem Moulettes-Umfeld ins Leben gerufen: Mike Simmonds (Viola, Violine & Nyckleharpa) and Jules Arthur (Viola, Synths) haben mit  Alice Russell, Nick Cave, Disraeli and the Small Gods und Timothy Didymus gearbeitet.  http://www.moulettes.co.uk/

Festival Pass: alle Workshops, Konzerte, Cello Big Band & Ausstellung (3 Tage)

  • Erwachsene: 270,- €
  • Ermäßigt*: 170,- €

Saturday Pass: Workshops nur am Samstag, aber alle Festival-Konzerte, Cello Big Band & Ausstellung an 3 Tagen)

  • Erwachsene: 180,- €
  • Ermäßigt*: 110,- €

Frühbucher-Rabatt auf diese Angebote: 15,- € Ermäßigung im April, volle Gebühr ab Mai

Young People’s Cello-Bration (11-18 Jahre) 3 spezielle Workshops, alle Festival-Konzerte,  Ausstellung an 3 Tagen

  • Gebühr: 60,- € (Frühbucher-Rabatt vor Mai: 5,- € Ermäßigung)

10 % Ermäßigung auf o.g. Gebühren bei NDCA-Mitgliedschaft (siehe Website).

Die Konzerte am Freitag und Samstag abend im WDR sind öffentlich – Eintrittskarten über www.KoelnTicket.de

*Ermäßigte Gebühren für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Sudierende mit gültigem Studierendenausweis, Menschen mit Behinderung (ab 50 % Behinderung)


Mehr Informationen & Anmeldung demnächst verfügbar. Änderungen vorbehalten/Unter Haushaltsvorbehalt.

Die Workshops

Es werden ca. 25 einstündige Workshops und Jam Sessions von den Gastkünstlern und Gastdozenten angeboten. Hier eine kleine Auswahl der Workshoptitel:

Susanne Paul: Wie man eine Rhythmusgruppe wird
Vincent Segal: Cello Pizzicato und Polyrhythmen; mit dem Cello tanzen (Cello and dance)
Pierre Michaud: Cello Reggae
Hannah Miller: Das Cello ist ein menschliches Wesen; Verbindung zwischen Gehirn, Stimme und Händen / Singing & Songwriting mit Cello / Cellogeräusche
Rushad Eggleston: Binking, Binking für Fortgeschrittene und „Pevvo-rarking blizzdo Jam“
Corinna Eikmeier: Ungewöhnliche Bewegungen – Unvorhersehbare Klänge
Ernst Reijseger: Spaß an Tonleitern und Technik; Improvisieren üben (Enjoying scales again, how to practice improvising) Marei Seuthe: Performance und erweiterte Spieltechniken mit Präparationen (performance and extended playing techniques with preparations)
Elisabeth Coudoux: Obertöne und Räume (Overtones and spaces)
Veit Steinmann: Cello-Akkorde;  Alles über den Bass: Werkzeuge um der wichtigste Spieler in der Band zu werden (Comprehensive cello chords; All about that bass: a toolkit for being the most significant player in the band)
Gunther Tiedemann: The Groove Cello ConneXion

Über die Ausstellung

In der Ausstellung wird eine Auswahl von akustischen und elektrischen Celli von Geigenbauern vorgestellt. Außerdem kann man sich während des gesamten Festivals über elektronische Neuheiten, Cellonoten, Neuerscheinungen, Saiten und Bögen informieren.

Young People´s Cello-Bration

Young People´s Cello Bration ist ein Festival im Festival, bei dem junge Cellistinnen und Cellisten im Alter von 11 bis 18 Jahren etwas über neue Wege des Cellospiels außerhalb der klassischen Musik lernen können. Es werden Workshops in Improvisation und anderen nicht-klassischen Techniken speziell für junge Menschen angeboten.

Cello Big Band

Die Cello Big Band (CBB) ist seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil des New Directions Cello Festivals. Sie ist ein Cello-Orchester, das Kompositionen und Arrangements aus dem nicht-klassischen Bereich einstudiert, wobei auch immer Möglichkeiten für solistische Improvisationen eingebaut werden. Die Festival CBB (max. 50 Celli) wird an jedem Festivaltag unter der Leitung von Gunther Tiedemann proben und beim Abschlusskonzert am Sonntagmittag im WDR Funkhaus mit der RMS Cello Big Band (Rheinische Musikschule Köln) auftreten – also mit über 100 Celli auf der Bühne.